Das Organisationsteam 

Eva-Maria und Klaus Jakob

wünscht besinnliches Vergnügen beim Rückblick auf

die Lebendigen Adventskalender in Volkmarsen

 

.. und hier finden Sie unsere Gesamtberichte aus den Vorjahren....

und hier die Adventsfenster 2014 - Ein Rückblick in Kurzfassung

Mo., 01.12. 18 Uhr

Familie Leis, Wolfskammer 6 (Aussiedlerhof)

Advent bedeutet „Ankunft“ und „Erwartung“.


Über den Sinn der Adventszeit und die Symbolik des Adventskranzes berichtete Antje Leis an diesem Abend. 


Dann erzählte sie uns noch die Geschichte von Ännchen und ihrem Adventskalender: Wie im letzten Jahr konnte sie wieder vor lauter Neugier nicht den 1. Dezember erwarten. Bereits am Abend zuvor öffnete Ännchen das erste Fenster. „HALT!“ stand da in großen Buchstaben. Weiter und weiter öffnete sie die Fenster. Nichts als Buchstaben.

Ännchen schrieb alle Buchstaben auf einen Zettel und las:
„Halt! Was hast du uns versprochen? Du wolltest doch in diesen Wochen, wo wir uns auf das Christkind freu`n, nicht mehr Fräulein Neugier sein!“
Ännchen schämte sich ganz schrecklich, schlüpfte traurig ins Bett und schlief ein.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, staunte sie. Der geöffnete Kalender war verschwunden und an der Wand hing ein neuer, wunderschöner Kalender mit lauter geschlossenen Fenstern. Schnell schlüpfte Ännchen aus dem Bett und öffnete das erste Fenster. Ein goldener Stern leuchtete ihr entgegen.

Von ihrer Neugier geheilt öffnete sie nun täglich nur ein Fenster und freute sich bis zum Heiligen Abend.


Ein heißer Punsch, leckere Plätzchen und nette Gespräche stimmten alle Gäste auf die folgenden Abende ein. Auch wir werden an jedem Abend nur ein Fenster öffnen.

 

Di., 02.12. 18 Uhr

Evangelischer Kindergarten, Gerichtsstraße 5

Vor den adventlich geschmückten Fenstern der Kita "Feuerrotes Spielmobil" hatten sich einige Kinder mit ihren Eltern versammelt. Nach dem Lied vom „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ hörten wir eine schöne Geschichte.
Heute war Moritz die Hauptperson. Es hatte endlich geschneit und Moritz konnte nicht schnell genug aus dem Haus kommen. Im Schuppen schnappte er sich den alten Schlitten und schon ging`s los in Richtung Wald. Der Weg führte tief in den Wald hinein, so dicht an den Bäumen vorbei, dass ihm der Schnee in den Kragen fiel. Bald ging Moritz die Puste aus. Er setzte sich auf einen Baumstumpf und schloss erschöpft die Augen. Das Seil des Schlittens rutschte ihm aus den Händen und in wilder Fahrt sauste der Schlitten bergab. Erst ganz weit unten im Tal blieb er im tiefen Schnee stecken.
Ohne die Hilfe einer verzauberten Schneeflocke, einem Eichhörnchen und den großen Bäumen hätte er den Weg zu seinem Schlitten sicher nicht gefunden. Da stand sein Schlitten, direkt neben einem großen Schneemann. Zum Dank dafür, dass der Schneemann gut auf den Schlitten aufgepasst hatte, wickelte Moritz ihm seinen bunten Schal um den Hals, setzte sich auf seinen Schlitten und sauste nach Hause.
„Das war ein Tag!“ erzählte er aufgeregt. „Alle haben mit mir gesprochen, der Schlitten, die Schneeflocke, die Bäume und sogar der Schneemann!“
Oder hatte er vielleicht alles nur geträumt ?

Egal, jetzt ging`s an die Plätzchen, die die Kinder der Kita liebevoll gebacken und verziert hatten.

 

Mi., 03.12. 18 Uhr

Kleine Kerze, komm und leuchte
bis in unser Herz hinein.
Leuchte uns in dunklen Zeiten,
leuchte uns mit hellem Schein.

Kath. Kindergarten St. Marien, Scheidfeldstraße 21

Große und kleine Leute waren auch an diesem Abend wieder zusammen gekommen. Die Kinder der Katholischen Kita führten ein Musical auf. Vier Kerzen waren die Hauptpersonen.

Der Name von Luca’s Kerze ist „Frieden“. Leider machen es die Menschen dieser Kerze oft sehr schwer. Sie leuchtet für den Frieden, aber die Menschen pusten diese Kerze sehr oft aus.

Jakob’s Kerze heißt „Freude“. Die Menschen haben das Freuen fast verlernt. Vieles ist für viele einfach selbstverständlich geworden. Ein Windstoß kommt und auch die zweite Kerze ist aus.


„Liebe“ heißt die Kerze von Emma. Doch in der heutigen Zeit ist oft kein Platz mehr für Liebe. Jeder denkt nur an sich selbst. Plötzlich fängt es an zu regnen und auch die dritte Kerze ist aus.

Traurig schauen die Kinder auf die Kerzen. „Ihr müsst brennen und leuchten. Ohne euch ist es dunkel und kalt in dieser Welt.“

Da kommt Leonard. Seine Kerze trägt den Namen „Hoffnung“. Solange diese Kerze brennt, können wir die anderen Kerzen immer wieder anzünden, wenn es sein muss jeden Tag.

Als alle Kerzen wieder leuchteten sangen die Kinder noch einmal das Lied von der Kleinen Kerze.

Im „Weihnachtskino“ und in der „Engelwerkstatt“ gab es an diesem Abend noch einige Überraschungen.

 

Do., 04.12. 17 Uhr

Haus Kugelsburg, Walderberge 1

Unter dem Motto „Winterträume“ hörten wir heute von „Mia und dem Schneemännlein.“
Mia wartete sehnsüchtig auf Schnee. Richtigen Winter mit Schneeballschlachten und Schneemann bauen kannte sie eigentlich nur aus Bilderbüchern und aus dem Fernseher.
Traurig blickte sie zu einer dicken Wolke am Himmel.
„Bring endlich Schnee!“ rief sie ihr zu. „Geht nicht!“ antwortete es von der Wolke. Ein kleines Männchen purzelte direkt vor ihre Füsse. „Ich bin Waldemar Schnebulus, ein Ururgroßneffe des Schneekönigs“.
Waldemar nahm Mia mit auf eine wundersame Reise durch das Schneeland. Sie begegnete dem Schneekönig mit seinen Prinzessinnen, den Eisgrafen, Kristallzwergen und und und.......

Warum Mia schließlich doch wieder in ihrem Sandkasten saß erfahren sie im Internet in der schönen Geschichte von Elke Bräunling unter „Elkes Kindergeschichten“.

Und welches Lied passte jetzt wohl besser als
„Schneeflöckchen, Weißröckchen?“

Ein schönes Gedicht hatte Herr Rossmanith noch für uns:

Schneeflocken tanzen, herrlich der Schein
verzaubert die Landschaft im weißen Sein.
Zaubert die Trostlosigkeit in helles Licht
Farbe des Winters in der Sonne sich bricht.
Schneeflocken tanzen, Kinder sich freu`n,
sie toben im Winter, den Spaß nie bereu`n.


Autor: Gerhard Ledwina (*1949)

 

Fr., 05.12. 18 Uhr

Mia`s Gedicht:
Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt,
erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind
vor der Tür.

Matthis` Gedicht:
Endlich ist es so weit,
wir backen Plätzchen
und basteln Sterne.
Hurra, Hurra, es ist
Weihnachtszeit,
wir haben sie alle so gerne.

Familie Wetekam, Hummelwiese 18

Auch heute war Mia wieder die Hauptperson. Sie scheint eine richtige kleine Träumerin zu sein. Gestern erlebte sie traumhafte Abenteuer mit dem Schneemännchen Waldemar Schnebulus.

Heute träumte sie von vielen Strümpfen und natürlich vom Nikolaus. Klar, morgen ist ja der 6. Dezember.
Mia hatte ihre Stiefel bereits blank geputzt vor die Tür gestellt. Nun lag sie im Bett und konnte nicht einschlafen. Sie blätterte noch ein wenig in ihrem Bilderbuch. Komisch dachte sie, hier sind Nikolausgeschenke in Strümpfen verpackt. Da muss man die Schuhe vorher gar nicht putzen. Und Strümpfe hat man ja auch viel mehr. Mit diesen Gedanken schlief Mia ein und träumte von dem Land der Überraschungen. An einer Wäscheleine, die quer durch das ganze Land gespannt war, hingen viele bunte Strümpfe.

Und da war ein Fremder, der beinahe so aussah wie der Nikolaus. „Ich bin der Helfer des Nikolaus“ stellte er sich vor. Dann erzählte er Mia von dem echten Nikolaus: „Einmal hat der Nikolaus einer sehr armen Familie einen ganzen Strumpf voll Goldstücke geschenkt. Das war eine wunderbare Überraschung für den Familienvater. Nun brauchte er sich nicht mehr um seine Familie sorgen. Zum Andenken daran schenkt man sich in vielen Ländern zum Nikolaustag Strümpfe, die mit kleinen Geschenken gefüllt sind.“

In Mia`s Traum geschehen noch so einige Dinge. Als sie am Morgen aufwacht und nach dem Stiefel schaut findet sie neben dem Stiefel einen Strumpf, gefüllt mit kleinen Überraschungen. Ob das wohl doch kein Traum war?
Die ganze Geschichte finden sie wieder unter „Elkes Kindergeschichten“.

Mia und Matthis Wetekam hatten noch ein Gedicht für den heutigen Abend gelernt.

 

Sa., 06.12. 17 Uhr

Familie Beyer, Scheidwartstraße 9

Lustig, lustig, tralleralala, heut´ ist Nikolausabend da.

Ja, St. Nikolaus kam mit einem großen Sack voller kleiner Geschenke für die Kinder. Das war eine Überraschung.
Vorher hörten wir aber noch die Geschichte von der Zaubernuss.

Als die Kinder morgens in die Schule kamen, stand mitten in der Klasse ein großer Korb, gefüllt mit Äpfeln, Lebkuchen, Mandarinen und Nüssen. Neugierig zupften und zerrten die Kinder an den schönen Sachen. Und schon bald kullerten die ersten Nüsse über den Boden. Als die Lehrerin das Klassenzimmer betrat, schaute sie auf das Durcheinander.

„Ja,“ sagte sie, „der Nikolaus hat euch einen großen Korb gebracht und ihr könnt nicht mal eine Minute warten. Jeder hat Angst, dass er zu kurz kommt.“ Die Lehrerin war sehr traurig und die Kinder saßen mit gesenkten Köpfen auf ihren Plätzen.
Mitten im Korb stecke eine kleine Papierrolle mit einem roten Band. „Sicher ein Brief vom Nikolaus. Wer möchte ihn gern vorlesen?“ fragte die Lehrerin. Keiner meldete sich.
Also las die Lehrerin:
„Das Beste, im Korb ist die Zaubernuss.“ war an einer Stelle zu lesen.“ Sie liegt in der Mitte, genau auf dem schönen Lebkuchenherz. Die Zaubernuss kann zaubern. Sie macht jeden, der sie verschenkt, froh. Sie macht auch jeden, der sie bekommt, froh.“
Oh weh, das Lebkuchenherz lag nun zerbrochen zwischen all den anderen Dingen. Und welche Nuss war nun die Zaubernuss?
Die Lehrerin schenkte schließlich jedem Kind eine Nuss mit den Worten: “Vielleicht hat uns der Nikolaus lauter Zaubernüsse geschenkt. Und wenn alle Zaubernüsse weiterwandern von Hand zu Hand, vielleicht sind dann an Weihnachten alle Menschen der ganzen Stadt froh.“

Die ganze Geschichte hat Regine Schindler aufgeschrieben. Man kann sie im Internet finden mit dem Titel „Die Zaubernuss“.

 

So., 07.12. 18 Uhr

Louisa und Sophia

zeigten uns Traumkugeln

St. Elisabeth Krankenhaus, Warburger Straße 6

Die Mitarbeiterinnen des St. Elisabeth-Krankenhauses entführten uns heute in die Werkstatt der Kobolde. In den Höhlen der Kobolde, ganz weit draußen vor den Städten, gab es viele kleine Nischen. So hatte jeder eine eigene Werkstatt. Jeder der Kobolde hatte ein besonderes Talent und machte gerade das, was er am besten konnte und was ihm am meisten Spaß machte.


Ganz hinten in der Höhle arbeitete der alte Marapu. Er wurde oft von den jüngeren gehänselt: „Na, was hast du heute wieder erfunden? Vielleicht ein Sieb zum Schattenfangen?“
Der alte Marapu lächelte nur. Mochten die anderen ihn ruhig auslachen. Er hatte mit seinen Erfindungen schon viele Kinderaugen zum Leuchten gebracht. Einmal, in Marabu`s Werkstatt hatte es ordentlich geblitzt und gekracht, lief er aufgeregt durch die Höhle: “Ich kann Träume sichtbar machen!“ rief er aufgeregt. „Kommt nur und schaut.“ Er rührte in einer seltsamen Flüssigkeit, blies sie dann durch ein Röhrchen, und auf einmal schwebten lauter bunt schillernde Kugeln durch die Luft. Das sah wunderschön aus. Doch als die Kugeln den Boden erreichten, zerplazten sie mit einem leisen Schmatzer.
Marapu gab nicht auf. Eines Tages entdeckte er eine Flüssigkeit. Wenn sie heiß war, konnte man sie aufblasen und nach dem Erkalten entstanden wunderschöne bunte Kugeln. Man konnte sie in die Hand nehmen und lange betrachten. Endlich konnte Marapu Träume sichtbar machen. Seiner Meinung nach war das eine besonders nützliche Erfindung. Nur zu Boden fallen lassen durfte man diese Kugeln nicht, denn sie waren noch immer zerbrechlich, wie Träume auch.

Während der Geschichte werkelten Louisa und Sophia wie die Kobolde. Sie zauberten viele bunte Seifenblasen und zeigten uns dann ganz vorsichtig „Marapu`s Traumkugeln“.

Ich glaube bei allen Gästen des heutigen Abends hängen in diesem Jahr auch wieder viele schöne „Traumkugeln“ am Weihnachtsbaum.
Zusammen mit einigen Musikern der Kugelsburg-Musikanten sangen wir adventliche Lieder. Segenssprüche und gute Wünsche begleiteten uns an diesem zweiten Sonntag im Advent auf unseren Wegen zurück in unsere Wohnungen.

 

Mo., 08.12. 18 Uhr

Messdienergruppe, St. Hedwig, Arolser Straße 6

Menschen auf dem Weg durch die dunkle Nacht.

Dieses Lied führte uns heute zusammen mit den Messdienerinnen und Messdienern von St.Marien nach Italien, in die kleine Stadt Greccio.
Hier lebte Franziskus. Er war ein guter Mann. Franziskus half wo er konnte und zog durch das Land, um den Menschen von der Liebe Gottes zu erzählen.
An einem kalten Winterabend rief er seine Freunde zusammen. Er bat sie, die alte Futterkrippe aus Holz, einen Esel und ein großes braunes Rind zu ihm hinauf in die Höhle am Berg Terminillo zu bringen. Dann schickte er die „Kleinen Brüder“, wie seine Freunde sich nannten, hinunter ins Dorf, um alle Bewohner der kleinen Stadt Greccio einzuladen. Heute sollte in der Höhle etwas ganz besonderes geschehen.

Es dauerte nicht lange, da sah Franziskus, dass alle seiner Einladung folgten. Jeder trug eine Fackel um den Weg zu beleuchten. Die Fackeln strahlten so hell wie die Sterne in der Nacht, in der Jesus geboren wurde.
Als alle die Höhle erreicht hatten, bat er eine Frau und einen Mann sich zur Futterkrippe zu stellen.
Franziskus begann zu singen. Er sang die Geschichte von Weihnachten. Langsam näherte sich Johannes, einer der „kleinen Brüder“, der Krippe. Johannes schaute in die Krippe und rief: „Seht, dort in der Krippe liegt ein Kind!“
Er war der einzigste, der etwas sah. War es ein Wunder? Niemand weiß es.
Doch als die Leute von Greccio hörten, dass Johannes das Jesuskind gesehen hatte, erfüllten ihre Freudenrufe die Höhle und klangen weit durch das Tal und über den Berg.
Uns so sangen sie die ganze Nacht ihre Loblieder. Franziskus und die Leute von Creccio beim ersten Krippenspiel der Welt.

Daria las die Gedichte „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma und „Geboren ist das Kind zur Nacht“ von Ursula Wölfel.
Mit kleinen Geschenken an die Kinder (eine Krippe zum aufklappen und bemalen), heißem O`Saft und leckeren Plätzchen endete ein schöner Abend bei unseren Messdienerinnen und Messdienern.

 

Di., 09.12. 18 Uhr

Familie Fritz, Ehringer Weg 14

Catalina, die Jüngste der Familie eröffnete den heutigen Abend mit einem Gedicht.

Maria Fritz erzählte uns zusammen mit Konstantin die Geschichte vom Pfefferkuchenmann.

Peter und seine Mutter bummelten über den Weihnachtsmarkt. Überall roch es nach Pfefferkuchen und Glühwein. Seit Tagen hatte Peter schon einen ganz besonderen Pfefferkuchenmann im Auge. Heute bat er die Mutter: „Den möchte ich haben, können wir ihn nicht mit nach Hause nehmen?“ Gesagt - getan.

Zu Hause angekommen stellte Peter den Pfefferkuchenmann in sein Regal und schaute ihn an. Er dachte, wenn ich ihn lange stehen lasse, schmeckt er sicher nicht mehr. Also werde ich ihn jetzt zu meinem Kakao essen.
Doch was war das? Gerade als er in das Bein des Pfefferkuchenmannes beißen wollte, begann dieser mit ihm zu reden. „Mach das bitte nicht, das tut mir doch weh!“ rief der kleine Mann.
Erschrocken fragte Peter: „Warum kannst du reden?“
„Es stimmt schon, ich bin ein Pfefferkuchenmann, aber die Weihnachtsfee hat mir Leben eingehaucht. Ich war froh, dass du mich ausgesucht hast. Du hast mich so lange gewünscht. Da dachte ich, du würdest mich sicher nicht essen.“ antwortete der Pfefferkuchenmann.
„Das werde ich auch ganz bestimmt nicht tun,“ versprach Peter, „Du bekommst einen Ehrenplatz auf meinem Nachttisch.“
Die Mutter aber hatte längst bemerkt, dass Peter sich gar nicht von dem Pfefferkuchenmann trennen konnte. Längst hatte sie einen Teller mit leckeren Lebkuchenherzen hingestellt.
Den wahren Grund, weshalb Peter den Pfefferkuchenmann nicht aß, kannte sie natürlich nicht.

Tigonas hatte in den letzten Tagen zusammen mit seiner Oma Mia ganz viele Lebkuchenherzen aus Moosgummi gebastelt. Die bekamen die Kinder als Erinnerung mit nach Hause.

Für die Erwachsenen trug Maria noch das Gedicht von Elli Michler „Ich wünsche Dir Zeit“ vor.

 

Mi., 10.12. 18 Uhr

Bathildisheim "Haus Emilie", Gerichtsstraße 9a


Schon zum dritten Mal wurden wir von den Mitarbeiterinnen des Hauses Emilie begrüßt. Wie in jedem Jahr auch dieses Mal in launigen Versen.

Heute funkelten viele Sterne im Fenster. Es waren genau 24 Stück. Mittendrin paffte der Mond gemütlich sein Pfeifchen. Dazu hörten wir eine schöne Geschichte.
Die Sterne waren seit einigen Tag in heller Aufregung. Wann immer sie vom Abendhimmel hinunter zur Erde schauten, sahen sie nur hecktisches Treiben überall. Die Menschen hatten keine Zeit mehr füreinander. Einige waren sehr traurig. Andere gingen achtlos aneinander vorbei.
Ein kleiner Stern konnte das nicht verstehen. „Wir müssen den Menschen helfen, ihr Lachen wiederzufinden“ sprach er eines Abends.
Aber keiner der anderen Sterne wußte so recht wie sie das anstellen sollten. „Wir fragen den Mond,“ sagte ein älterer Stern, „er weiß bestimmt einen Rat.“

So machte sich ein Teil der Sterne auf den Weg zum Mond. Aufgeregt berichteten sie dem Mond, was sie auf der Erde beobachtet hatten. „Ja das erlebe ich jedes Jahr,“ antwortete der Mond. „Die Menschen merken gar nicht, dass die schönste Zeit im Jahr an ihnen vorbeiläuft.“
„Aber da muss man doch helfen!“ riefen die Sterne aufgeregt durcheinander. „Wir wollen auf die Erde gehen und mit den Menschen basteln, Plätzchen backen, Geschichten hören und Lieder singen.“

Der Mond fand diese Idee ziemlich gut. Nur, er konnte natürlich nicht alle Sterne hinunterschicken. Er brauchte sie ja zum Leuchten am abendlichen Himmel. Also beschloß er 24 Sterne zur Erde zu senden. Jeden Tag im Advent ging ein Stern zu den Menschen auf die Erde.
So ging es nun tagein und tagaus. Jeden Tag konnten die Sterne, die am Himmel zurück geblieben waren, sehen, dass die Menschen fröhlicher wurden, sie hatten wieder Zeit, backten Plätzchen, erzählten sich bei Kerzenschein schöne Geschichten und feierten ein friedliches Weihnachtsfest.
Die Sterne waren zufrieden. Sie haben es geschafft, viele Menschen glücklich zu machen.

Auch die Gäste gingen heute abend ein klein wenig glücklicher nach Hause. Jeder hatte einen kleinen Stern aus Bienenwachs geschenkt bekommen.


 

Do., 11.12. 18 Uhr

Stadtverwaltung, Rathaus, Steinweg 29


Die Stadtverwaltung Volkmarsen hatte heute eingeladen. Im festlich geschmückten Foyer des Rathauses begegneten wir an diesem Abend den „Herdmanns“.

„Hilfe, die Herdmanns kommen“ von der Kinderbuchautorin
Barbara Robinson, zählt zu den Klassikern, wenn es um Geschichten rund um das Krippenspiel geht.

Hendrik Vahle erzählte uns die Geschichte.
Wenn sie neugierig geworden sind, können sie die Geschichte im Internet nachlesen.

Unser Bürgermeister, Herr Linnekugel, hatte noch einen Brief mitgebracht, den er in seiner Post gefunden hatte.

Brief an das Christkind

In Versform erzählte er von einer Volkmarserin, die an das Christkind geschrieben hatte. Die arme Frau hatte kein Geld und wünschte sich vom Christkind 100 Euro.
Als der Postbote am Morgen den Brief ans Christkind fand, beschloss er, ihn in das Fach der Stadtverwaltung zu sortieren.
Hier wurde der Brief nicht achtlos zur Seite gelegt. Nein, man beschloss für die Frau zu sammeln. Es kamen jedoch nur 70 Euro zusammen.

...der Umschlag wurd` dann unverwandt
an die arme Frau gesandt.

Die Freude der Frau war sehr groß. Rasch schrieb sie einen Dankbrief an das Christkind. Der landete natürlich auch wieder bei der Stadt und endete mit den Worten:

Doch solltest Du mal wieder an mich denken
und so gütig mir ein paar Euros schenken,
dann möchte ich dich um eines bitten,
das Geld nicht über die Stadtkasse zu schicken.
Denn die Lumpen haben mir ungelogen
von den hundert Euro gleich dreißig abgezogen!

Herr Linnekugel ließ sich jedoch nicht lumpen und schenkte allen, besonders den Kindern süße, goldene Taler.

 

Fr., 12.12. 18 Uhr

Familie Deutsch-Flamme, Neue Landwehr II 3


Bei Familie Deutsch-Flamme leuchteten viele Lichter.
Sturm und Regen versuchten immer wieder die Lichter auszulöschen. Dicht gedrängt unterm Regenschirm lauschten die Gäste der schönen Geschichte von Christiane. Sie erzählte von den vier Lichtern des Hirten Simon.

„Eines Abends bemerkt Simon, dass eines seiner Schäfchen fehlt. Mit einer Laterne mit vier Lichtern macht er sich auf dem Weg, es zu suchen.
Nacheinander trifft er einen großen, griesgrämigen Mann, einen Wolf mit einer verletzten Pfote und einen Bettler. Keiner hat sein Schäfchen gesehen. Simon schenkt jedem eines seiner Lichter.
In das Gesicht des griesgrämigen Alten zaubert es ein Lächeln. Der Wolf mit der verletzten Pfote wärmt sich an der Flamme und der Bettler schaut gar nicht mehr so traurig. Er freut sich so sehr, dass er nicht bemerkt, dass Simon bereits weitergezogen ist.

Der kommt auf der Suche nach seinem Schäfchen zu einem Stall. Merkwürdig, der Stall ist hell erleuchtet. Er tritt ein und sieht in der Krppe ein kleines Kind. Dicht daneben liegt sein Schäfchen und wärmt das Kind. Voller Freude stellt Simon sein letztes Licht vor das Kind in der Krippe. Er ist sehr glücklich.
Und am Himmel strahlt ein Stern mit seinem Licht um die Wette.“

Nachdem auch alle Besucher einen strahlenden kleinen Stern erhalten hatten, zauberte Christianes Mutter, Ingrid Deutsch, noch eine kleine Geschichte aus Christianes Kinderzeit herbei.

Es handelte sich um die Geschichte des kleinen Wachsstückchens, das lange traurig in einem Sack mit vielen Wachsstückchen lag. Einmal wurde der Sack ausgeschüttet. Zusammen mit den anderen Wachsstückchen landete es in einem Behälter. Hier war es ziemlich heiß. Und Tröpfchen für Tröpfchen entstand eine wunderschöne, rote Kerze.
Ihr schönstes Erlebnis war, dass sie heute für uns brennen durfte.

 

Sa., 13.12. 17 Uhr

Familie Funke, Heumarkt 22


Mia und Helmut Funke hatten heute eingeladen. Ein wunderschönes Adventsfenster begrüßte uns, und zum Klang der Glocken von St.Marien sangen wir frohe Lieder.
Heute hörten wir die Geschichte vom verlorenen Adventszauber.

„In einer Stadt wie überall auf der Welt begab es sich, dass sich ein alter Mann während der Adventszeit auf die Suche nach dem Adventszauber machte. Doch wohin er auch schaute, überall nur grell erleuchtete Schaufenster und Leute mit beladenen Taschen drängelten hektisch durch die Straßen. Von weihnachtlicher Ruhe und Adventsfreude keine Spur.

Er dachte an seine eigene Kindheit zurück. An die adventlichen Spaziergänge, den Geruch von frisch gebackenen Plätzchen. Der Nikolaus brachte Äpfel und Nüsse und am Heiligen Abend versammelte sich die Familie um den Christbaum. Das Evangelium von der Geburt Christi wurde gelesen und gemeinsam Weihnachtslieder gesungen.

Doch auch in dieser Stadt gab es stille Gassen in denen Kinder wohnten, die sich noch auf das Christkind freuten. Ein kleines Mädchen erzählte dem Alten von ihren Wünschen. Aber auch von ihren vielen Geschwistern und deren Wünschen.
„Ich weiß nicht, ob das Christkind meinen Wunsch erfüllen kann“ sagte das kleine Mädchen.

Der Alte lächelte und sprach: „Ich bin ganz sicher, das Christkind wird auch zu euch kommen und den einen oder anderen Wunsch erfüllen.“ Da sprang das kleine Mädchen freudestrahlend davon.
Der alte Mann aber fühlte, dass er etwas von dem Adventszauber wieder gefunden hatte. Er beschloss am Heiligen Abend als Helfer des Christkinds in diese Gasse und zum Haus des kleinen Mädchens zurück zu kehren.“
Die ganze Geschichte hat Josef Albert Stöckl aufgeschrieben.

Nach dem schönen Gedicht: „Liebes Christkind sei so lieb“ von Elli Michler endete der Abend mit leckerem Punsch und Plätzchen.

 

So., 14.12. 18 Uhr

Familie Kuhaupt, Heerstraße 25


Am dritten Sonntag im Advent begrüßten uns Melanie und Stefan Kuhaupt.
In der Geschichte, von Melanie erzählt, begegnete uns „Olly“.
Olly ist ein kleiner Elch, der zum ersten Mal mit seiner Mama zusammen die Welt entdeckt.
Ungeduldig hopste der kleine Elch hin und her. „Komm schon, Mama, ich will endlich gehen!“

Unterwegs entdeckte Olly viel Neues. Zuerst begegnete er einem kleinen Vogel. Dann machte er die Bekanntschaft mit einer kleinen grünen Raupe. Mama erklärte ihm, dass die Raupe sich in der Erde verkriecht, wenn der kalte Winter kommt.
„Müssen wir uns auch vor dem kalten Winter verstecken?“ will Olly wissen. „Nein“, sagt Mama, „der Winter ist nicht böse, er bringt uns Schneeflocken und alles wird schön weiß aussehen.
Vorher werden aber erst die Blätter an den Bäumen bunt und fallen zur Erde. Damit können wir uns eine warme Höhle bauen.“

Eines Tages war es geschehen. Es hatte geschneit. Olly stapfte vorsichtig durch das weiße, flauschige Zeug. Er endeckte viele Spuren im Schnee, kleine und große. Mama konnte ihm alles erklären. Sie wußte einfach alles. Eine Spur war sehr groß und tief. „Was ist das?“ fragte er verwundert. Da sah er aber auch schon den Jungen, den er schon einige Male gesehen hatte. Er zog einen großen Tannenbaum hinter sich her. „Ich wusste ja gar nicht, dass die Menschen Bäume essen“ rief er erstaunt.
Mama kicherte und sagte: „Olly, die Menschen essen keine
Bäume, sie stellen sie in das Wohnzimmer, hängen Kugeln und Lichter daran. Das machen sie für einen ganz besonderen Tag. Ich glaube, der Tag heißt Weihnachten. Toll, was Mama alles wußte.
Olly dachte, dass die Menschen schon komische Dinge taten. Er war jedenfalls froh darüber ein Elch zu sein. Er lebte draußen in der schönen Natur zusammen mit seiner Familie. Die ganze wunderschöne Welt wartete noch darauf, von ihm entdeckt zu werden.

Stefan Kuhaupt hatte noch ein Gedicht für uns. Er wünschte sich und uns allen „Weihnachten, wie es früher war.“

 

Mo., 15.12. 18 Uhr

Frau Hehenkamp und Familie Kollmann, Lindenstr. 15/17


Eine schlichte Kerze schmückte das Fenster von Marie-Theres Hehenkamp. Wir hörten eine Geschichte, die man sich auf den Philippinen erzählt.

Die Geschichte handelt von einem König, der seine beiden Söhne gebeten hatte, ihm die große Halle des Schlosses zu füllen.
Der erste Sohn füllte die Halle mit ausgedroschenen Zuckerrohrhalmen, der zweite Sohn aber stellte in die Mitte der Halle nur eine einzige Kerze und entzündete sie. Der Kerzenschein füllte den Raum bis in den letzten Winkel mit Licht.

Da sagte der König: „Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat fünf Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen, mit Licht.

Gemeinsam sangen wir den Kanon „Mache dich auf und werde Licht“.

Und mit dem Gedicht „Weihnachten ist nicht vorbei“ und dem irischen Segensspruch:


"Das Licht deines Herzens weise dir den Weg,
damit Gott gegenwärtig ist in allem, was du tust."

wünschte uns Frau Hehenkamp einen guten Heimweg.

Familie Kollmann bewirtete uns gleich nebenan mit Kuchen, Plätzchen und heißen Getränken.

 

Di., 16.12. 18 Uhr

Trajan Päckert als Ronny-Ochse und

Sven Häring als Elly-Esel

Evangelische Kirchengemeinde, Kasseler Straße 5


Nach der Begrüßung durch die Pfarrerin Frau Holk-Gerstung bekamen wir Besuch von zwei Gestalten aus der Krippe.
Der quirlige Esel „Elly“ und der eher ruhige und bedächtige Ochse „Ronny“ berichteten von ihren Erlebnissen.

Das Rollenspiel: Ochs und Esel hat Thomas Hirsch-Hüffell aufgeschrieben.
Einen kleinen Eindruck möchte ich ihnen hier vermitteln:

Ey Ronny ! Es sind neue Leute im Dorf.
Okay.
Ich habe gehört, dass sie sich zählen lassen.
Okay.
Du mit deinem „Oooo-käää“ machst mich noch wahnsinnig. Es sind jede Menge Leute unterwegs und am Himmel steht ein Stern, der ist so hell wie der Mond.
Okay.
Der Wirt war heute schon mit zwei Leuten hier und hat unseren Stall gezeigt. Ob sie da schlafen wollen?
Häää? Warum weiß ich nichts davon?
Weil du geschlafen hast!
Okay.

So geht es mit „Ey Ronny“ und „Okay“ durch die ganze Geschichte, in die auch wir Gäste als Stichwortgeber mit eingebunden waren. Nachdem nun Begriffe wie „Advent“ „Weihnachten“ und „Christkind“ geklärt waren, fragte Elly-Esel die Gäste:
„Hallooo, wohin kommt denn das Christkind?“
„Zu euch in den Stall“ riefen wir den beiden zu.
Aufgeregt rief Elly-Esel: „Hast du das gehört Ronny?“
Das war zuviel für Ronny-Ochse. Empört rief er: „Erst wollen sie hier die Leute schlafen lassen, dann auch noch ein Christkind abwerfen. Das ist unser Stall!!!“

Dieses schöne Rollenspiel trugen die Konfirmanden
Sven Häring (Elli-Esel) und Trajan Päckert (Ronny-Ochse) vor. Und Trajan begleitete auch unseren Gesang auf dem Klavier.
Mit schönen Adventsliedern, netten Gesprächen, Glühwein und Plätzchen endete dieser Abend im evangelischen Pfarrhaus.

 

Mi., 17.12. 18 Uhr

Familie Flore, Michaeliweg 12


Bei Familie Flore waren die Sterne die Hauptpersonen. Christel Flore erzählte uns von vielen goldenen Sternen hoch über den Wolken. Damit sie immer hell strahlen und funkeln, müssen sie natürlich geputzt werden. Das macht der Sternenputzer. Mit seinem weichen Wolkenwattelappen putzt er die Sterne und manchmal muss er auch kräftig rubbeln. Darüber beschweren sich die kleinen Sterne beim Mond. Doch der Mond brummt nur: „Wer strahlen will, muss ordentlich gerubbelt werden.“
Ein kleines Sternenkind hatte genug von der Rubbelei und versteckte sich hinter einer Wolke. Als der Novemberwind nach fünf Tagen die Wolke wegblies, war das Sternenkind ganz stumpf geworden und sah matt und hässlich aus. Das merkten sogar die Kinder auf der Erde. Da winkte das kleine Sternenkind ganz schnell den Sternenputzer zu sich heran um sich kräftig rubbeln zu lassen. Danach hat es wieder gestrahlt, prächtiger und schöner als alle anderen Sterne.
Die ganze „Geschichte von dem funkelnden kleinen Sternenkind“  von Barbara Cratzius ist erschienen in dem Buch „Kerzenschein und Weihnachtszauber.“

Nach einem schönen Sternenlied fragte uns Manfred Flore:
„Und was haben Sie vergessen?“
Die Geschichte hinterfragt, ob wir den eigentlichen Sinn von Weihnachten noch kennen oder ihn vergessen haben. Ob wir bei allem Vergessen von nicht gekauftem Weihnachtspapier, von vergessener Abholung der Festtagskleider aus der Reinigung oder dem vergessenen Geschenk den Sinn von Weihnachten vergessen. Haben wir vergessen, das Weihnachten nicht das Fest des Perfektionismus ist? Haben wir vergessen warum wir Weihnachten eigentlich feiern? Haben wir vergessen, dass Gott sich klein gemacht hat, damit er in unser Leben ein wenig hineinpasst? Dass Gott uns an Weihnachten zum Leben einlädt und nicht zum Abhaken irgendwelcher Checklisten.

Wir sollten die letzten Stunden vor dem Fest dazu nutzen, dem Raum zu geben, weswegen wir dieses Fest eigentlich feiern. Oder haben wir das vergessen?
Autorin: Andrea Schwarz - „Eine Nacht voller Wunder“

 

Do., 18.12. 18 Uhr

Altirischer Segenswunsch


Möge das Jahr
dich reichlich beschenken
mit Veilchen im Frühjahr,
mit dem Bienengesumm
im Sommer
und mit rotwangigen Äpfeln im Herbst.
Der Winter aber
schenke dir
die Kraft der Stille.

Familie Tegethoff, Graf-Stauffenberg-Weg 3


Berthold und Monika Tegethoff begrüßten ihre Gäste heute mit einem Vers:
„Wenn abends um sechs die Uhr verkündet,
in unserem Viertel wird ein Licht entzündet,
dann stellen sich bald Groß und Klein
zu vorweihnachtlicher Freude ein.“

Von „Stefans Weihnachtswunsch“ hörten wir an diesem Abend.
Stefans Vater war seit Oktober arbeitslos. Nun war bald Weihnachten. Vielleicht könnten sie sich in diesem Jahr nicht einmal einen Weihnachtsbaum kaufen.
Doch eines Tages im Dezember sagte die Mutter: „Heute gehen wir auf den Weihnachtsmarkt. Auch wenn wir nichts kaufen können, anschauen ist auch schön.“ Vater wollte nicht mit, also gingen Stefan und seine Mutter allein. Es gab viel zu sehen. bunte Kugeln, silberne Ketten, duftende Kerzen und Strohsterne. Es roch nach Bratwurst und gebrannten Mandeln.

Da entdeckte Stefan den Weihnachtsmann. Er lief zu ihm hin und sagte: „Du Weihnachtsmann, ich habe in diesem Jahr nur einen einzigen Wunsch. Ich wünsche mir, dass mein Vater bald wieder Arbeit findet.“
„Das ist ein sehr ungewöhnlicher Wunsch“, entgegnete der Weihnachtsmann. Stefan war ganz sicher, dass der Weihnachsmann das schaffen konnte.
Als die beiden am Abend nach Hause kamen, stand Papa schon vor der Tür. Überglücklich berichtete er von einem Telefonat: „Baumann-Elektro hat angerufen, sie haben Arbeit für mich. Nächste Woche kann ich anfangen.“
Peter strahlt. „Junge“, sagt Papa, „du siehst aus, als hättest du den Weihnachtsmann getroffen.“
„Ja“, nickt Stefan, „genau!“ Mehr müssen die Eltern nicht wissen.

Die ganze Geschichte hat Ingrid Uebe aufgeschrieben.

Monika Tegethoff verabschiedete die Gäste mit einem Altirischen Segenswunsch. Jeder Gast bekam noch einen Glückskäfer mit auf den Heimweg.

 

Fr., 19.12. 18 Uhr

Waltraud's Wunsch:

Ich wünsche Euch,
dass Euch die Wärme
der Weihnacht
in Euren Herzen
das ganze Jahr erhalten bleibt;
und dass sie ausstrahlt
bis dahin,
wo sie wirklich gebraucht wird.

Familie Wiechers, Albert-Schweitzer-Weg 2


Waltraud Wiechers begrüßte die Gäste heute herzlich mit den Worten. “Gut, dass der Regen vom Nachmittag vorbei ist. Ich habe nämlich eine Geschichte mit ganz viel Schnee für heute ausgesucht.

Es war einmal ein Mann. Er besaß ein Haus, einen Ochsen, eine Kuh, einen Esel und eine Schafherde.
Der Junge, der die Schafe hütete, besaß einen kleinen Hund, einen Rock aus Wolle, einen Hirtenstab und eine Hirtenlampe.

Es hatte geschneit und es war sehr kalt und der Junge hätte sich gern im Haus des Mannes gewärmt. „Ich kann die Wärme nicht teilen. Das Holz ist zu teuer“ sagte der Mann und ließ den Jungen in der Kälte stehen.

Da sah der Junge einen hellen Stern am Himmel. Er machte sich auf den Weg zum Stern. Zusammen mit ihm gingen auch die Tiere des Mannes. Als der Mann am nächsten Tag die vielen Spuren im Schnee sah, machte er sich auf den Weg um seine Tiere zu suchen.


Was der Mann, der Junge und die Tiere erlebten, bis sie sich schließlich alle bei dem Kind in der Krippe trafen, hat
Max Bollinger für Sie aufgeschrieben in der Erzählung: „Eine Winterschichte“.
Nur soviel sei hier schon gesagt: Irgendwann kehrten alle wieder nach Hause zurück. Auf der Erde lag Schnee. Es war kalt.
„Komm ins Haus“, sagte der Mann zu dem Jungen, „Ich habe Holz genug. Wir wollen die Wärme teilen.“

Bevor wir zu heißen Getränken und kleinen Leckereien eingeladen wurden, hatte Waltraud Wiechers noch einen Weihnachtswunsch für uns.

 

Sa., 20.12. 17 Uhr

Familie Rest, Am Krambühl 7

Heute trafen sich trotz Sturm und Regenschauern am Krambühl wieder viele Menschen zum „Lebendigen Advent“. In diesem Jahr öffnete Familie Rest ihr Fenster.
Karin Rest erzählte uns die Geschichte von einem Engelsdienst, die einst Wilhem Bartmann aufgeschrieben hat:

Es war Heiligabend. Ich fuhr ins Lipperland um meinen Bruder zu besuchen. Es waren nur wenig Leute im Zugabteil. Wir kamen ins Gespräch. An jeder Station stiegen Menschen aus. Zuletzt war ich allein. Beim nächsten Halt mußte ich aussteigen. Ich zog schon mal den Mantel an und machte mich bereit.
Bald schon hielt der Zug an. Ich öffnete die Tür - noch immer dichtes Schneetreiben. Vorsichtig kletterte ich aus dem Zug, einen Koffer in der Hand und die Tasche über der Schulter. Gerade hatte ich mich ein wenig im dichten Schneetreiben orientiert, da ruckte der Zug an und fuhr weiter. Weit und breit war kein Bahnhof zu sehen. Was nun. Vorsichtig stapfte ich durch den Schnee, immer entlang der Geleise. Plötzlich löste sich aus dem Schatten vor mir eine Gestalt. Ein Mann mit tief ins Gesicht gezogenem Hut.
„Hallo, wer sind sie?“ rief ich, „können sie mir helfen, ich bin zu früh aus dem Zug ausgestiegen.“
Der Mann brummte etwas, nahm meinen Koffer und stapfte in Richtung Straße davon. Ich folgte ihm. „Sie schickt der Himmel. Allein hätte ich es sicher nicht geschaft,“ sprudelte es froh aus mir heraus. Mein Begleiter ging wortlos weiter..Nach ein paar hundert Metern kamen wir zur Straße. Da stand ein Auto. Es war sein Auto. Er verstaute meinen Koffer im Auto, ließ mich auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und fuhr los.
Plötzlich fragte er mich: „Glauben Sie an Engel?“
„Ja, schon, jetzt wo Weihnachten ist und so...“ erwiederte ich.
„Überall bei den Hirten und in der Krippe.....“ Er unterbrach mich:
Glauben Sie an Engel h e u t e ?“ Ich wußte nicht so recht, was ich antworten sollte. Da platzte es aus ihm heraus: „Sie sind heute ein Engel für mich. Ich bin zur Bahnlinie gefahren um Schluss zu machen. Ich hielt es einfach nicht mehr aus. Ich war an einem Tiefpunkt angelangt. Und dann kommen Sie, rufen mich an und brauchen meine Hilfe. Der liebe Gott hat mich nicht vergessen, er hat mir einen Engel geschickt.“
Er fuhr mich zu meiner Pernsion. Dann trennten sich unsere Wege. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Aber diesen Heiligen Abend werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
Als Erinnerung an diese Worte bekam jeder Gast einen kleinen, liebevoll gestalteten Engel.

 

So., 21.12. 18 Uhr

Martina und Berthold baten alle noch ein wenig zu verweilen.

Auch heute reichten Speisen und Getränke für alle
und es blieb noch etwas übrig.
So wie damals...
...vor vielen vielen Jahren.

Familie Hohmann-Michels, Heumarkt 11


Nach einem gelungenen Weihnachtskonzert der „Kirchenmusiker von Sankt Marien“ öffnete sich auf dem Heumarkt das 21. Adventsfenster. Über 100 Menschen waren der Einladung der Musiker gefolgt, den Abend zusammen mit Famillie Hohmann-Michels ausklingen zu lassen.
Martina Hohmann-Michels erzählte uns die Geschichte:


„Der Traum der drei Bäume“.
Es waren einmal drei kleine Bäume. Sie wuchsen oben auf einem Hügel.
Jeder der Bäume hatte einen besonderen Wunsch. Der erste Baum wäre gern eine große Schatztruhe, voll mit funkelnden Edelsteinen geworden. Der zweite Baum träumte davon, einmal als stolzes Schiff über die Meere zu fahren. Der dritte Baum schaute hinunter ins Tal. Er wollte der größte Baum der Welt werden. Er träumte: „Wenn die Menschen dann zu mir hochschauen, werden sie in den Himmel sehen und an Gott, den Schöpfer aller Dinge, denken.“
Viele Jahre später kamen drei Holzfäller. Mit wuchtigen Axthieben fällte jeder von ihnen einen der drei Bäume. Nun werden unsere Wünsche wahr, dachten die Bäume.
Doch statt einer Schatztruhe wurde aus dem ersten Baum nur eine einfache Krippe. Sie wurde mit Stroh gefüllt und stand im Stall bei den Tieren. Aus dem zweiten Baum wurde auch kein stolzes Schiff, nein, nur ein einfaches kleines Fischerboot. Damit fuhren arme Fischer Tag für Tag hinaus auf einen See zum Fischfang.
Der dritte Baum wurde zu dicken Balken zersägt und landete in einem Holzlager.
Die drei Bäume hatten ihre Träume fast vergessen.
Doch eines Tages legte eine junge Frau ihr neugebornes Kind in die Futterkrippe, ein müder Wanderer stieg in das kleine Fischerboot und an die Balken des dritten Baumes wurde eines Tages ein Mensch genagelt. Das war häßlich und grausam. Doch als am Sonntagmorgen die Sonne aufging, wusste der Baum, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen war. Das Kreuz, das man aus seinem Holz gefertigt hatte, zeigte den Menschen den Weg zu Gott. Auch die Wünsche der beiden anderen Bäume waren in Erfüllung gegangen. In der Krippe war Gottes Sohn als Kind zur Welt gekommen. Und in dem kleinen Fischerboot hatte Jesus einst seine Hand ausgestreckt und dem Sturm befohlen, sich zu legen.
(Nach einer alten Volkserzählung, Autor unbekannt)..

 

Mo., 22.12. 18 Uhr

Eine schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Es roch schon ein wenig nach Stall.

Claudia Müller u. Bernd Nüssel Scheidfeldstr. 19


Weihnachten rückt immer näher. Heute erzählte uns Claudia Müller von einem ganz besonderen Krippenspiel.

Eigentlich ein ganz normales Krippenspiel. Bei der Generalprobe ging alles schief. Und man hatte schlichtweg die Heiligen drei Könige vergessen. Sie sollten jedoch keineswegs fehlen. Man beschloss, drei Personen aus der Gemeinde zu fragen, ob sie diese Rollen spontan übernehmen möchten. Text war nicht unbedingt wichtig. Sie sollten nur Geschenke an der Krippe ablegen. Gesagt, getan.
Der Heilige Abend war da. Die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt und das Krippenspiel begann. Alles klappte vorzüglich.
Nun kam die letzte Szene, der Auftritt der Heiligen drei Könige.

Als erster trat ein Mann so um die vierzig Jahre alt vor. Er hatte eine Krücke dabei, brauchte sie aber offenbar nicht.
„Ich hatte dieses Jahr einen Autounfall und wußte lange nicht, ob ich je wieder laufen kann“, sagte der Mann. „Ich lege diese Krücke vor die Krippe als Dank für den, der mich wieder auf die Beine gebracht hat.“

Der zweite König war eine Königin, eine Mutter von zwei Kindern. „Ich schenke dir, was man nicht kaufen kann. Ich schenke dir mein „JA“ zu meinem Leben und allem, was dazu gehört. Ich schenke dir mein „JA“ zu dir, Heiland der Welt.“

Jetzt trat der dritte König vor. Ein junger Mann mit abenteuerlicher Frisur, top gekleidet, gut gestylt. Mit ziemlich lauter Stimme sagte er: „Ich bin der König mit den leeren Händen. In mir ist nichts als Unruhe und Angst, kein Selbstvertrauen, kein Sinn, keine Hoffnung. Ich zweifle an so ziemlich allem, auch an dir, Kind in der Krippe. Meine Hände sind leer. Aber mein Herz ist voll, voller Sehnsucht nach Vergebung, Versöhnung, Geborgenheit und Liebe.“

Bedrückende Stille herrschte in der Kirche.
Spontan ging Josef zur Krippe, nahm einen Strohhalm aus der Krippe und legte ihn in die Hände des jungen Mannes. „Das Kind in der Krippe ist der Strohhalm, an den du dich klammern kannst,“ so sprach Josef. Und allen wurde deutlich, dass es keine Schande ist, am Heiligen Abend mit leeren Händen da zu stehen.
Als Erinnerung an diesen Abend hatten Claudia und Bernd für jeden einen kleinen Engel aus Stroh.
Passend zum Tag hatte Bernd Nüssel noch ein Gedicht über die Wintersonnenwende für uns.

 

Di., 23.12. 18 Uhr

Familie Jakob, Michaeliweg 2


Das letzte Adventsfenster wird in diesem Jahr bei der Familie Jakob geöffnet. Eva-Maria Jakob erzählte eine Geschichte von Ulrich Peters. Sie handelt von drei merkwürdigen Gestalten, die das Kind in der Krippe besuchten, lange nachdem die Hirten und Könige wieder auf dem Heimweg waren.

Die erste Gestalt trug ein buntes Flickenkleid. Hinter ihrer lustigen Maske wirkte sie sehr traurig. „Ich bin die Lebensfreude“, sagte sie. „Ich komme zu dir, weil die Menschen keinen Spaß mehr am Leben haben. Es ist kalt geworden in der Welt. Vielleicht kann dich mein buntes Flickenkleid wärmen und schützen.“

Die zweite Gestalt wirkte sehr gehetzt. Sie stellte sich vor: „Ich bin die Zeit. Eigentlich gibt es mich kaum noch.“ Sie legte dem Kind eine Sanduhr in die Krippe. „Sie soll ein Zeichen dafür sein, dass du immer soviel Zeit hast, wie du dir nimmst und anderen schenkst.“

Das Gesicht der dritten Gestalt war voller Narben, als sei sie immer wieder geschlagen worden. „Ich bin die Liebe“, sagte sie und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. „Man tritt mich mit Füßen.“ Während sie sprach tropften drei Tränen auf das Kind. „Nimm diese Tränen. Sie sind wie der Regen, der selbst die Wüste zum Blühen bringt.“

Und das Kind schaute sie an, als ob es sie verstanden hätte.

Plötzlich drehte sich die Liebe um und sprach zu den Menschen, die dabei standen:
„Dieses Kind wird viel leiden müssen, weil es bedingungslos lieben wird. Wegen dieses Kindes steht die Welt unter einem neuen, guten Stern, der alles andere in den Schatten stellt.“

Die drei seltsamen Gestalten verließen den Stall. Die Menschen aber, die all das miterlebt hatten, dachten noch lange über diese rätselhaften Worte nach.....

Nach dem Lied: „Morgen Kinder wird’s was geben“ trug Klaus Jakob noch das Gedicht „Weihnachtslieder“ von Heinz Bornemann vor.
Danach erhielten die erwachsenen Gäste das Fenstermotiv mit ein paar Geschichtspassagen als Lichterbild zum Aufstellen und alle Kinder konnten einen „Guten Stern“ mit nach Hause nehmen.

 

Mi., 24.12. 16 Uhr

HNA-Bild vom Krippenspiel 2014 (Frau Renner)

Krippenspiele in beiden Kirchen

Heute waren alle in die evangelische und katholische Kirche zu den Krippenspielen und Weihnachtsgottesdiensten eingeladen.


... und so steht es geschrieben im Lukas-Evangelium:

... Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war ...


 
 

Gottesdienstzeiten

 

Messdiener

 

Tandem

  •  

    Das Festwochenende

    Mit einem großen Jubiläumsfest feierte die Gemeinde den Höhepunkt des Kirchenjubiläums.

     

    Musikalisches Jubilum

    Vier Chöre unterhielten gemeinsam mit den Kirchenmusikern aus St. Marien die voll besetzte Pfarrkirche.

     

    Jubiläum der Senioren

    Am 21. Juli 2017 begingen die Senioren das 700-jährige Jubiläum der Pfarrkirche.

     

    Zeltlager der KjG

    Die ersten beiden Ferienwochen verbrachten mehr als einhundert Kinder und Jugendliche im KjG-Zeltlager in Immenreuth.

     
  •  

    Pilgertour der Firmbewerber

    Zum Gedenktag des Heiligen Heimerad pilgerten die Firmlinge des Pastoralverbundes auf den Hasunger Berg.

     

    Aufnahme der neuen Messdiener

    5 neue Messdiener wurden in ihren Dienst eingeführt.

     

    Fronleichnam

    An Fronleichnam feierte die Gemeinde um 9 Uhr Gottesdienst. Anschließend führte die Prozession durch die Stadt.

     

    Kinderbibeltag im Rahmen des Kirchenjubiläums

    "Gemeinsam in einem Boot - Die Arche Noah" - Zu diesem Thema kamen mehr als 50 Kinder zum Kinderbibeltag.

     
 

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Mit diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere etwa 2600 Gemeindemitglieder zählende Pfarrei kurz vorstellen und Ihnen einen Überblick geben über Gottesdienste, Gemeindeveranstaltungen und Ansprechpartner in den verschiedenen Gruppen und Gremien. Sollten Sie Verbindung suchen zu Gruppen und Diensten der Gemeinde, sind wir gerne bereit, Ihnen dabei zu helfen.


Ihr Martin Fischer, Pfarrer