Adventskalender 2020

21. Dezember 2020

 © Bild (ohne Text) von Gaby Stein auf: pixabay.de
© Bild (ohne Text) von Gaby Stein auf: pixabay.de


Heute wäre er 77 Jahre alt geworden, unser ehemaliger Pfarrer Edgar Hohmann. Endlich im Ruhestand hatte er sich vorgenommen, jedes Jahr zusammen mit Barbara Rumpf ein Adventsfenster zu gestalten. Leider blieb es für ihn nur bei diesem einen Fenster.


Zur Erinnerung:


23. Dezember 2016, Barbara Rumpf und Pfarrer i.R. Edgar Hohmann, Steinweg 27


Nahezu einhundert Menschen hatten sich heute zum letzten Adventsfenster des Jahres versammelt. Die Heilige Familie war im hell erleuchteten Fenster zu sehen. Heute stand einmal nicht Maria mit ihrem Kind im Mittelpunkt. Lesen sie, was Barbara und Pfarrer Hohmann uns zu sagen haben:


Barbara:

ln unserem Leben gibt es immer wieder einmal Situationen, wo uns scheinbar der Weg versperrt ist. Sei es, dass eine Sperre aufgebaut ist, die ein Weiterkommen verhindert oder wo man festgehalten wird und ein Weiterkommen unmöglich gemacht ist. Ein Umkehren wäre möglich, aber es würde ein pünktliches Ankommen nicht zulassen. Oder man steht vor einem verschlossenem Tor: Kein Durchgang.

Vielleicht erinnern wir uns an so etwas. Kein Weiterkommen - es bleibt nur die Umkehr.

Wenn wir unser Ziel klar vor uns haben und genau wissen, wo es langgehen soll, dann sind Hindernisse ärgerlich. Unvorhergesehenes kann einem auf einmal einen Strich durch die Rechnung machen. Da kann man wütend, enttäuscht und ärgerlich sein, auf jeden Fall muss man sich etwas einfallen lassen, wie man mit der neuen Situation umgehen will.

Genau das aber ist Josef passiert, Marias Freund. Lassen wir Josef selbst erzählen:

Pfarrer Hohmann:

,,lch war damals mit Maria so gut wie verheiratet. lch war glücklich. Sie war die Richtige, um eine Familie zu gründen. lch freute mich auf die gemeinsame Zeit mit ihr.

Aber... ich kann es immer noch nicht verstehen. Noch bevor wir zusammenzogen, kam heraus, dass Maria bereits ein Kind erwartete. Sie war schwanger, aber nicht von mir. Vielleicht hatte sie heimlich einen anderen Mann gefunden.

Für mich brach eine Welt zusammen. lch war enttäuscht, gekränkt und auch ein bisschen beleidigt. Alle meine Pläne waren auf einmal vorbei. lch hatte nämlich genaue Vorstellungen, wie es werden sollte mit meiner Familie.

lch wollte viele Kinder haben. Meine Söhne sollten bei mir das Handwerk lernen. lch bin Zimmermann. Wir hätten unser Geschäft vergrößern können. Unsere Töchter sollten von Maria alles im Haushalt lernen. Später dann sollten sie heiraten und selber Kinder bekommen. Und natürlich sollten sie für uns sorgen, wenn wir alt geworden waren. Meine Pläne konnte ich aufgeben. lch wollte mich von Maria trennen".

 

Barbara:

Heute wissen wir, dass es anders gekommen ist. Aber hören wir auf das, was uns Josef erzählen will.


Pfarrer Hohmann:

,,ln meiner Enttäuschung wandte ich mich an Gott. Ihm habe ich alles erzählt. lch wusste nicht, wie es weitergehen sollte.

Gott hat mir geholfen. Aber er hat auch ganz schön was von mir verlangt: mit Maria zusammenzubleiben, ihr Kind als meines annehmen, für das Kind ein Vater zu sein.

Dafür musste ich meinen verletzten Stolz loslassen. Das ging erst, als ich verstand: Gott hatte seine Hand bei diesem Kind im Spiel, von Anfang an. Er hatte Pläne mit diesem Kind, große Pläne.

Dieser Junge würde für die ganze Welt wichtig sein. Die Zukunft, meine und eure, hing vom Leben dieses Kindes ab. Dieses Kind brauchte eine liebevolle Familie. Dafür brauchte mich Gott. Das konnte ich ja. Mit Maria zusammen würde es mir leicht fallen, Gott zu helfen. Es würde ein anderes Leben werden, als ich es mir vorgestellt hatte.

Aber eines habe ich dabei gelernt: Gott geht ungewöhnliche Wege, um zur Welt zu kommen. Andere Wege, als Menschen sie sich vorstellen können. Und er macht ungewöhnliche Dinge, um den Menschen zu zeigen: lch bin bei euch. lch lasse euch nicht allein. Und er sucht Menschen, die ihm dabei helfen.

Damals hat er mich gebraucht. Heute braucht er euch alle, um in die Welt zu kommen. Wenn Gott euch fragt, ob ihr ihm helft, was werdet ihr dann antworten? Und was werdet ihr dann tun?


Fürbitten beschlossen die heutige kleine Feier:


Gott unser Vater, deine Nähe tröstet uns und gibt uns Kraft. So bitten wir für alle, die schwer an einer Enttäuschung tragen;


  • für alle, denen ein Unfall, eine schwere Krankheit oder eine Behinderung die Lebensplanung zerstören;
  • für alle, die sich einsetzen für dich und doch manchmal Zweifel haben,ob das wlrklich etwas bringt;
  • für alle, die vor einer wichtigen Entscheidung stehen und sich schwer tun damit;

Guter Gott, dir vertrauen wir unsere Bitten an. Jesus, wir bereiten uns auf dein Kommen vor, damals in Bethlehem und heute in jedem von uns und jeden Tag neu. Wir wollen dich einlassen in unser Leben wie Josef sich auf das Gotteskind eingelassen hat. Wir wollen mit dir unterwegs sein. Hilf uns dabei und gib uns allen deinen Segen. Amen.



Zusammen sangen wir zum Schluß „Fröhliche Weihnacht überall“.


Und bei Punsch und Glühwein standen wir noch einige Zeit beisammen.

Auch „Josef“ hatte sich zu uns gesellt.

 
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Ihr Martin Fischer, Pfarrer